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Tierärztliche Praxis für Kleintiere

Dr. med. vet. Annerose Hönicke

Tierärztliche Praxis für Großtiere

Dr. med. vet. Eberhard Hönicke

Autoimmunerkrankungen

Bei Autoimmunerkankungen richtet sich das Immunsystem, welches ja eigentlich der Abwehr von Krankheiten dient, gegen den eigenen Körper.
Der Auslöser für diese Fehlsteuerung bleibt meist unbekannt; Ursachen können Gifte, Viren, Medikamente, Strahlungen (auch UV-Strahlung!) und anderes sein. Autoimmunerkrankungen können auch - zumindest zum Teil - erblich sein.

Die Symptome der Hunde mit einer solchen Autoimmunerkankung sind sehr vielfältig, da das Immunsystem verschiedene Bereiche des Körpers angreifen kann. Es können chronische Hautentzündungen mit Bläschen und Geschwüren, Blutarmut, Fieber, Gelenksentzündungen, Muskelentzündungen oder Muskelschwund auftreten. Des weiteren kann eine Autoimmunerkrankung auch zu einem Reizdarm, Nierenproblemen oder einer Brust- oder Bauchfellentzündung führen. Auch die meisten Schilddrüsenunterfunktionen sind autoimmun bedingt.
Die wohl bekannteste Autoimmunerkrankung ist der Systemische Lupus erythematodes, bei dem der Körper nicht einzelne Organe, sondern den gesamten Körper des Hundes angreift und so mehrere Symptome gleichzeitig auftreten.
Die Diagnose einer Autoimmunerkrankung ist durch das vielfältige Krankheitsbild oft nicht einfach und nur mit Hilfe verschiedener Labortests zu stellen.
Zur Behandlung werden Medikamente eingesetzt, die das Immunsystem unterdrücken, wie zum Beispiel Kortison. Dadurch wird natürlich auch die Abwehr nach außen geschwächt und der Hund wird infektionsanfällig.
Neben der Immunsuppression, also Unterdrückung des Immunsystems, richtet sich die weitere Therapie nach den Symptomen: bei Darm- oder Nierenproblemen kann eine spezielle Diät helfen, bei Gelenk- oder Muskelschmerzen kann Physiotherapie dem Hund gut tun.
Teilweise muss diese Therapie lebenslang durchgeführt werden, zum Teil verschwinden Autoimmunerkrankungen aber auch so unerwartet wie sie gekommen sind.
 

Was muss ich als Hundehalter beachten?
- das Infektionsrisiko mindern:
         - Stress und extreme körperliche Belastung vermeiden
         - den Hund nicht mit ins Ausland, vor allem nicht in die Mittelmeerregion,                  nehmen
         - mind. alle 3 Monate entwurmen
         - lückenloser Schutz gegen Flöhe und Zecken
- Impfungen nach Rat des Tierarztes nur mit sogenannten Totimpfstoffen, da das Immunsystem auf die normalen Impfungen nicht reagieren kann
- regelmäßige tierärztliche Kontrollen

 

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