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Wurmbefall bei Hund und Katze
Mit keinem anderen Tier lebt der Mensch so eng zusammen wie mit einem Hund oder einer Katze. Man schmust miteinander, teilt Sofa und manchmal auch Bett und Teller.
Solange das Tier gesund erscheint und ein glänzendes Fell hat, denkt kaum jemand darüber nach, dass sein Hund oder seine Katze verwurmt sein könnte. Mit einem geringgradigen Wurmbefall kann ein Hund/eine Katze ganz normal leben. Allerdings scheidet ein infiziertes Haustier mit dem Kot Wurmeier aus, über die sich weitere Haustiere oder auch der Mensch anstecken können. Diese Wurmeier sind so klein, dass man sie mit bloßem Auge nicht sehen kann. Ganze Würmer, die im Kot sichtbar wären, scheiden Hund und Katze nur in den seltensten Fällen aus. Das heißt, dass ein Wurmbefall auch lange unentdeckt bleiben kann.
Der am häufigsten anzutreffende Wurm ist der Spulwurm Toxocara canis bzw. cati.
Nimmt ein Mensch Eier dieses Wurmes auf, z. B. wenn diese am Hundefell kleben, so entwickeln sich im menschlichen Organismus Wanderlarven. Diese können zu Fieber, Leberschäden, Husten, Asthma, Nierenschäden und Erkrankungen des Auges oder Sehnervs führen.
Der beste Infektionsschutz ist daher eine gute Hygiene und eine regelmäßige Entwurmung von Hund und Katze.
Eine Wurmkur in Form von Tablette, Paste oder Spot on beseitigt aber nur vorhandene Würmer und hat keinen vorbeugenden Effekt. Der Tierbesitzer oder Tierarzt muss daher abschätzen, wie oft sich das Tier erneut infizieren kann und das Entwurmungsintervall entsprechend wählen. Infektionsquellen sind vor allem andere Haustiere, aber auch Kothaufen, Flöhe, Insekten, Mäuse und ähnliche Tiere. In der Regel wird für Hunde und freilebende Katzen eine Entwurmung alle 3 Monate empfohlen, aber auch die kann noch nicht ausreichend sein. Außerdem sollte das Präparat, mit dem entwurmt wird, gelegentlich gewechselt werden, um Resistenzen zu vermeiden.
Sie können zur Sicherheit auch gern vorab eine Kotprobe auf Wurmeier untersuchen lassen, und Ihr Tier im positiven Fall entwurmen. Die führen wir in der Praxis durch - lassen Sie sich ein Kotröhrchen von uns geben.
Zum Entwurmungsintervall und zum zeitlichen Abstand der Kotproben beraten wir Sie auch gern individuell.
Sollten Sie noch Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an uns.
Giardien-Befall bei Hunden und Katzen
Giardien als Darmparasit sind oft die Ursache von hartnäckigen Durchfallerkrankungen. Auch können sie zu Erbrechen und Abmagerung führen. Da Giardien auch Menschen befallen und hier ebenfalls zu schwerwiegenden Durchfallerkrankungen führen, ist eine sorgfältige Bekämpfung angebracht. Giardien können relativ einfach im Kot Ihres Tieres nachgewiesen werden. Um sie erfolgreich zu bekämpfen, muss die Behandlung streng eingehalten und auch nach zwei Wochen wiederholt werden. Nur so können Sie der Parasiten Herr werden! Bei einem Giardienbefall sollten unabhängig von Symptomen alle Tiere des Bestandes behandelt werden. Zeitgleich mit der Behandlung müssen alle Gegenstände und Flächen gründlich desinfiziert werden. Kot sollte grundsätzlich aufgesammelt und entsorgt werden. Langhaarige Hunde müssen gewaschen werden, da die Möglichkeit besteht, dass Giardien-Zysten im langen Fell haften. Verhindern Sie, dass Ihr Tier abgestandenes (Regen-)Wasser trinkt.
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