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Natürliche Nahrung
Die natürliche Nahrung des Kaninchen besteht aus Wildgräsern und -kräutern, Wurzeln und Rinde.
Als Grundfutter dient Heu (kein Luzerneheu!), das immer zur Verfügung stehen muss. Zweimal täglich erhalten die Kaninchen Frischfutter. Den größten Anteil sollte dabei strukturiertes Grünfutter (Kräuter, Gras, Löwenzahn, Möhrengrün, Blumenkohlblätter, Kohlrabiblätter) ausmachen. Daneben werden Gemüse wie Möhren, Brokkoli, Kohlrabi, Chicorée und Sellerie angeboten. Auch Salate (z.B. Feldsalat, Ruccola, Radiccio, Römersalat) dürfen verfüttert werden. Obst (z.B. Apfel, Birne, Banane) sowie Tomate und Gurke sollten nur in geringen Mengen in der Ration enthalten sein.
Krafftfutter aus dem Handel ist nicht geeignet! Als Alternative bieten einige Firmen getreidefreies Zusatzfutter an, dieses kann in geringen Mengen als Kraftfutter-Ersatz gegeben werden.
Kaninchen vertragen es nicht zu fasten. Nach spätestens 24 Stunden Nahrungsverweigerung sollte dringend ein Tierarzt aufgesucht und eine Zwangsfütterung durchgeführt werden. Völlig ungeeignet hierfür sind Gemüse-, Getreide- und Babybreie. Sie erhalten beim Tierarzt ein besonderes Pulver aus getrockneten und zerkleinerten Gräsern und Kräutern, das Ihrem Kaninchen alle 2-3 Stunden eingeflößt werden muss bis es wieder selbstständig frisst.
Geeignete und ungeeignete Futtermittel
Gemüse und Pilze Geeignet, aber nur als „Leckerchen“:
- Chinakohl
- Möhre
- Pastinake
- Salatgurke
- Spargel
- Stielmus
- Topinambur
Bedingt , d.h. in sehr geringen Mengen geeignete Pilze: Es sollten Zuchtpilze verwendet werden, da die Wildpilze sehr viel Quecksilber enthalten. Entfernt man die Lamellen bzw. Röhrenschicht und die Huthaut der Wildpilze, wird der Schwermetallgehalt sehr verringert. Das in Pilzen enthaltene Chitin ist einerseits schwer verdaulich, andererseits fördert es aber die Darmtätigkeit. Wie bei allem gilt auch bei Pilzen die Devise "Weniger ist mehr", Pilze sollten frisch geschnitten und verfüttert werden.
- Austernpilz
- Birkenpilz
- Butterpilz
- Champignon
- Morchel
- Pfifferling
- Shiitake
- Steinpilz
- Trüffel
Gemüse:
- Chicorée
- Eisbergsalat
- Endiviensalat
- Feldsalat
- Möhrengrün
- Kopfsalat
- Paprika
- Tomate
- Zucchini
Ungeeignet, da giftig:
- Artischocke
- Aubergine
- Bohne
- Erbse
- Grünkohl
- Kartoffel
- Knoblauch
- Mangold
- Meerrettich
- Radieschen
- Rettich
- Rosenkohl
- Rote Beete
- Rotkohl
- Sojabohne
- Spinat
- Weißkohl
- Wirsing
Kräuter: Geeignet:
- Ackerdistel (sollte frisch geben und nicht an befahrenen Straßen geerntet werden)
- Basilikum ( fördert den Appetit und hilft gegen Blähungen)
- Bohnenkraut/Boretsch (wird aber nicht von jedem Kaninchen angenommen)
- Breitwegerich
- Brunnenkresse (wird auch bei leichten Harnwegsinfekten empfohlen)
- Estragon ( Manche Kaninchen meiden Estragon wegen ihres starken Geruches)
- Huflattich
- Kerbel
- Kümmel (wird wegen seines starken Geruchs und Geschmacks nicht von jedem Kaninchen angenommen)
- Luzerne (frisch oder getrocknet - sehr geeignet)
- Majoran
- Melde ( Melde ist vergleichbar mit Spinat)
- Melisse( manche Tiere stört allerdings der zitronenartige Geruch und Geschmack)
- Oregano
- Schafgarbe
- Spitzwegerich
- Vogelmiere
- Weißklee (Sauer – und Schwedenklee ist aber giftig!)
- Zaunwicke (andere Wicken nicht!)
Bedingt geeignet, in geringer Menge zufüttern:
- Brennessel
- Hagebutte
- Liebstöckel
- Löwenzahn (!!) (Es können Blätter und Blütenköpfe (frisch oder getrocknet) gereicht werden. Wegen seines hohen Calciumgehaltes sollte allerdings nicht zu viel Löwenzahn verfüttert werden)
- Petersilie (!!) (Es können Blätter und Stiele gereicht werden. Wegen seines hohen Calciumgehaltes sollte allerdings nicht zu viel Petersilie verfüttert werden.
- Pfefferminze
Besondere Vorsicht bei:
Ungeeignet/ Giftig:
- Arnika
- Bärenklau
- Bärlauch
- Baldrian
- Beinwell
- Gartenkresse
- Johanniskraut
- Lavendel
- Lorbeer
- Lungenkraut
- Rosmarin
- Salbei
- Sauerampfer
- Schnittlauch
- Sonnenblume
- Thymian
- Wermut
Nüsse, Getreidesorten und Obst Geeignet, aber nur als „Leckerchen“:
- Apfel
- Birne
- Brombeere
- Cherymoya
- Erdbeere
- Heidelbeere
- Himbeere
- Johannisbeere
- Preiselbeere
- Traube
Bedingt , d.h. in sehr geringen Mengen geeignet (Getreide und Nüsse deshalb, weil kalorienreich und wenig zahnabnutzend):
- Ananas (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
- Aprikose (Vorsicht Blausäure)
- Banane (stopft)
- Feige (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
- Gerste
- Grapefruit (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
- Hafer
- Kirsche (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
- Kiwi (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
- Kürbis (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
- Mais
- Mandarine (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
- Maronen
- Melone (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
- Orange (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
- Pfirsich
- Roggen
- Rosinen (nur ungeschwefelt)
- Weizen
Ungeeignet, da entweder zu kalorienreich oder giftig:
- Avocado
- Cashew Nuss
- Dattel
- Erdnuss
- Haselnuss
- Hirse
- Holunder
- Kokosnuss
- Leinsamen
- Macademia
- Mango
- Kokosnuss
- Paranuss
- Pflaume
- Pinienkerne
- Rhabarber
- Sonnenblumenkerne
- Sesam
- Stachelbeere
- Walnuss
- Zitrone
Sollten Sie noch Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an uns. Ihr Praxisteam
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