Die Ernährung des Frettchens
Das zur Familie der Marder gehörende Frettchen (Mustela putorius furo) ist die domestizierte Form des europäischen Iltis und damit ein nahezu reiner Fleischfresser. Das Nahrungsspektrum von Iltissen umfasst verschiedene Kleinsäuger (Mäuse, Ratten, Kaninchen, Eichhörnchen) und Vögel, sowie kleine Amphibien, Reptilien, Käfer und Spinnentiere. Pflanzliche Nahrung nehmen Frettchen dagegen nur in geringen Mengen zu sich.
Die Futterration für ein Frettchen sollte, angepasst an die natürliche Nahrung seines wild lebenden Verwandten, viel hochverdauliches Fleischeiweiß und ein Fettgehalt von 18-20% haben. Kohlenhydrate (besonders in Getreide und Getreideprodukten enthalten) und schwer verdauliche Rohfaseranteile (pflanzliche Nahrung) dürfen dagegen nicht in zu großen Mengen im Futter enthalten sein.
Ein Frettchen braucht etwa 25-50 g Trockenfutter täglich bzw. 100-200 g Feuchtfutter, abhängig von der Größe des Tieres und der Energiedichte des Futters. Der Energiebedarf eines ausgewachsenen Frettchens beträgt etwa 200-300 kcal pro kg Körpergewicht und Tag. Er ist bei trächtigen und säugenden Tieren bis um das 20fache erhöht, so dass solche Frettchen eine besonders hochwertige Diät mit hohem Eiweiß- und Fettgehalt bekommen müssen.
Die Futtermenge, die ein Frettchen zu sich nimmt, richtet sich nach dem Energiegehalt des Futters bzw. dem Kalorienbedarf des Tieres. Wird besonders fett- oder zuckerhaltige und damit energiereiche Nahrung angeboten, so frisst das Tier weniger. Dies kann langfristig zu einer reduzierten Aufnahme von wichtigen Nährstoffen wie Eiweißen, Mineralstoffen uns Vitaminen führen. Fruchtbarkeitsstörungen (kleine Würfe) und ein stumpfes, glanzloses Fell sind dann die Folge.
Frettchen können mit Alleinfuttermitteln für Katzen oder Frettchen ernährt werden. Hundefutter ist als alleinige Nahrung ungeeignet. In ihm fehlen wichtige Eiweißbausteine (Aminosäuren), die für das Frettchen unbedingt erforderlich sind. Fehlen diese, so können langfristig Herzerkrankungen gefördert werden. Es kann sowohl Feucht- als auch Trockenfutter angeboten werden. Ausschließliche Fütterung von Dosenfutter führt allerdings zur verstärkten Bildung von Zahnstein. Das intensive Kauen von Trockenfutter reduziert dagegen Zahnbelege.
Manche Frettchen erhalten zusätzlich Schlachtabfälle oder „Beutetiere“ (z.B. Küken). Dieses Futter wird oft in den Käfig oder das Häuschen gebracht und dort als Vorrat versteckt. Wenn diese frische Nahrung verdirbt, kann es zu Erkrankungen der Frettchen kommen. Untersuchen sie deshalb täglich den Käfig nach Futterresten und entfernen Sie diese immer.
Als Leckerbissen können Sie Frettchen verschiedene Arten von Obst und Gemüse anbieten. Die Menge sollte allerdings 1 Teelöffel pro Tag nicht überschreiten. Auch Eier können gelegentlich verfüttert werden. Auf zucker- und kohlenhydratreiche „Leckerli“ sollten Sie vollständig verzichten.
Da Frettchen nur einen recht kurzen Magen-Darm-Trakt besitzen und die Passagezeit der Nahrung durch den Verdauungskanal nur drei bis vier Stunden dauert, sollten sie Tiere mehrere kleine Mahlzeiten am Tag erhalten. Mindestens auf zwei bis drei Portionen täglich sollten Sie die Tagesportion aufteilen. Steht Trockenfutter zur freien Verfügung, so nehmen Frettchen sogar etwa neun bis zehn Mal am Tag Futter zu sich.
Außerdem müssen die Tiere immer freien Zugang zu Wasser haben. Dieses sollte in schweren, standfesten Gefäßen angeboten werden, die vom Frettchen nicht umgeworfen und verschleppt werden können.
Zusammenfassung:
- Katzenfutter zur Hälfte versetzt mit Hundefutter, pellet. Nerzfutter, Fleisch, Gemüse, Milch, ab und zu ein Ei, Obst, Gras, Fisch
- Täglich Vitamin-Mineralgemisch dem Futter zuführen
- Bei Fischfütterung soll etwa 20 - 25 mg Thiamin (Vitamin B1) pro kg Futterfisch zugeführt werden.
- Vorteilhaft ist auch eine tägliche Zugabe von Vitamin E
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an uns.
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