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FIP bei der Katze
Die feline (felin=zur Katze gehörend) infektiöse Peritonitis (Bauchfellentzündung) ist eine gefährliche Infektionskrankheit, die ausnahmslos tödlich endet. Es erkranken vor allem Jungtiere im Alter von 4 Monaten bis 2 Jahren. Die ersten Krankheitssymptome sind Fressunlust und Abgeschlagenheit. Gelegentlich treten auch Ablagerungen in den Augen auf. Jungtiere zeigen manchmal Erbrechen, Durchfall oder Schnupfensymptome. Bei einigen Tieren kommt es zu Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle (Peritonitis) oder im Brustkorb (Rippenfellentzündung).
Wie infiziert sich die Katze? Die Katze kann sich nur durch direkten Kontakt zu einer infizierten Katze anstecken. Dies erfolgt über gemeinsame Futternäpfe, gegenseitiges Belecken oder Bißverletzungen. Gefährdet sind also nur freilaufende Katzen, oder solche, die während Pensionsaufenthalten oder Ausstellungen direkten Kontakt zu infizierten Tieren haben. Infizierte Tiere können lange Zeit gesund bleiben und in dieser Zeit unerkannt andere anstecken. Katzenwelpen können sich schon im Mutterleib, über die Milch oder über den Kontakt zur Mutter anstecken. Auch Katzen unbekannter Herkunft (Fundkatzen) können Viren in sich tragen. In Katzenzuchten kommen auch Bürsten, Katzentoiletten und Schlafkörbe als Infektionsquellen in Frage. Eine Infektion mit dem Coronavirus bedeutet aber nicht gleich eine FIP-Erkrankung!!! Coronaviren sind weit verbreitet und in einigen Zuchten sind bis zu 100% aller Katzen infiziert. Erst wenn sich das Virus im Katzenkörper verändert (mutiert) wird es zu der FIP-verursachenden Virusvariante.
Wann wird aus dem Coronavirus das gefährlich FIP-Virus? Über welche Mechanismen dies erfolgt ist noch nicht bekannt. Man weiß aber, dass eine wiederholte Infektion oder Stress und Schwächung des Immunsystems zu einer Umwandlung in das FIP-Virus führt.
Woher weiß ich, ob meine Katze infiziert oder an FIP erkrankt ist? Wenn Ihre Katze sich mit Coronaviren infiziert hat, bildet der Körper Abwehrstoffe (Antikörper) dagegen. Diese können im Blut nachgewiesen werden. Der Bluttest kann jedoch nicht zwischen Antikörpern gegen „harmlose“ und FIP-Viren unterscheiden. Der Test ist also nur in Verbindung mit entsprechenden Krankheitssymptomen und anderen Blutparametern sinnvoll. Bei dem Verdacht einer FIP-Erkrankung kann eine hohe Konzentration vor Antikörpern den Verdacht jedoch bestätigen.
Wie kann ich meine Katze schützen? Gegen die FIP gibt es Impfungen. In Katzenzuchten und bei Freigängern kann dies sinnvoll sein. Die Impfung kann aber nur wirken, wenn die Katze noch keinerlei Kontakt zu Coronaviren hatte. Die Grundimpfung muss zweimal im Abstand von 3 - 4 Wochen erfolgen, dann reicht eine jährliche Wiederholungsimpfung.
Sollten Sie noch Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an uns.
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