Login

Tierärztliche Praxis für Kleintiere

Dr. med. vet. Annerose Hönicke

Tierärztliche Praxis für Großtiere

Dr. med. vet. Eberhard Hönicke

FIV bei der Katze

Das feline (felin=zur Katze gehören) Immunschwächevirus führt zu einer gefährlichen Infektionskrankheit, in deren Folge es zu den verschiedensten Krankheitssymptomen kommen kann.
Es erkranken vor allem ältere, nicht kastrierte Kater mit freiem Auslauf.
Die häufigsten Krankheitssymptome sind allgemeine Unlust, Zahnfleischentzündungen, Schnupfen, schlecht heilende Wunden, Fieber, Durchfall und vergrößerte Lymphknoten. Die Erkrankung verläuft schleichend über Wochen und Monate, endet jedoch immer tödlich.

Wie infiziert sich die Katze?
Die Katze kann sich nur durch direkten Kontakt zu einer infizierten Katze anstecken. Dies erfolgt vor allem über Bißverletzungen bei Revierkämpfen oder dem Nackenbiß bei der Paarung.
Gefährdet sind also nur freilaufende Katzen, oder solche, die während Pensionsaufenthalten oder Ausstellungen direkten Kontakt zu infizierten Tieren haben.
Infizierte Tiere können lange Zeit gesund bleiben und in dieser Zeit unerkannt andere anstecken.

Woher weiß ich, ob meine Katze infiziert oder an FIV erkrankt ist?
Wenn Ihre Katze sich mit FIV infiziert hat, bildet der Körper Abwehrstoffe (Antikörper) dagegen. Diese können im Blut nachgewiesen werden.

Die Testergebnisse sind folgendermaßen zu beurteilen:

  • Das Testergebnis ist negativ, Ihre Katze ist nicht infiziert.
  • Das Testergebnis ist positiv, Ihre Katze ist vermutlich infiziert, das Ergebnis sollte in einem 2. Testverfahren in einem Speziallabor überprüft werden.

Wie kann ich meine Katze schützen?
Gegen die FIV gibt es bisher keine Impfungen. Gefährdet sind aber nur freilaufende Katzen. Zudem sind in Deutschland bisher nur ca. 3 % aller Katzen von einer FIV-Infektion betroffen.
Haben Sie einen nicht kastrierten Kater bei sich oder in der Nachbarschaft, sollte dieser getestet werden.

Was kann der Tierarzt tun, wenn die Katze bereits erkrankt ist?
Wenn Ihre Katze an FIV erkrankt ist, können die Symptome behandelt werden, um dem Tier ein Leben mit der Krankheit für eine gewisse Zeit zu erleichtern.
Ein neues antivirales Mittel (Interferon –Omega) kann zudem die Virusvermehrung hemmen und die körpereigene Abwehr stärken.

Anmerkung
Die FIV-Infektion wird auch Katzenaids genannt, da das Virus dem HIV-Virus, also dem Erreger des menschlichen AIDS sehr ähnlich ist, und auch der Krankheitsverlauf vergleichbar ist.
Eine Übertragung des FIV auf den Menschen ist aber in keiner Weise zu befürchten.


Sollten Sie noch Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an uns.

zurück

 

[Home] [Vorsorge] [Krankheiten]

 

FIV