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Tierärztliche Praxis für Kleintiere

Dr. med. vet. Annerose Hönicke

Tierärztliche Praxis für Großtiere

Dr. med. vet. Eberhard Hönicke

Unterbringung

Kaninchen (Oryctolagus cuniculuc) stammen ursprünglich aus Südeuropa. Sie sind Steppenbewohner, die selbst gegrabene, unterirdische Höhlen bewohnen. Die Tiere wohnen in großen Kolonien, in denen getrennte Rangordnungen für Rammler und Häsinnen bestehen. Kaninchen sind Dämmerungsaktiv.

Kaninchen dürfen nie einzeln gehalten werden. Ein Kaninchenpaar benötigt einen großen Käfig mit einer Grundfläche von mindestens 120 x 60 cm. Die Tiere müssen aber in jedem Fall auch mehrere Stunden abends/nachts Freilauf bekommen. Der Käfig muss an einem ruhigen, hellen und zugluftfreien Ort aufgestellt werden. Als Einstreu eignen sich Kleintierspäne, Strohpresspellets, Hanfstreu, Holzgranulat, Stroh und Heu. Der Käfig muss über Versteckmöglichkeiten, Heuraufe, Trinkflasche und Futternäpfe verfügen

.Zwergkaninchenhaus

  • Größe: mindestens 150 x 80 cm, etwa 60 cm hoch. Richtwert: Der Käfig soll 3 Hoppelsprünge lang und 2 breit sein, das Kaninchen soll aufrecht im Käfig stehen können.
  • Ausstattung: weit auseinanderstehende Gitterstäbe und eine möglichst hohe, herausnehmbare Bodenwanne.
  • Einrichtung: Schlafhaus aus Kunststoff (besser unbehandeltes Holz) oder Schlafecke aus Heu und Stroh
  • Heuraufe, rutschfester Futternapf und Trinkflasche.
  • Verwenden Sie bitte niemals als Einstreu zusammenklumpende Katzenstreu! Sie wird besonders gerne vom Kaninchen aufgenommen und führt zu hartnäckigen, zum Teil lebensbedrohlichen Verstopfungen, auch Pelletstreu ist ungeeignet
    Gut geeignet ist geschreddertes Altpapier

 Vergesellschaftung                                                                                                 Rammler sind, sobald sie die Geschlechtsreife erlangen, untereinander in der Regel unverträglich. Die einzige Chance einer Vergesellschaftung besteht darin, eine Frühkastration im Alter von 8-10 Wochen durchzuführen. Bei Häsinnen, die mit Erreichen der Geschlechtsreife Rangordnungskämpfe zeigen, kann eine baldige Kastration oft helfen. Problemlos ist meistens die Haltung von einem Rammler und einer Häsin.             Sollen zwei Kaninchen vergesellschaftet werden, so dürfen die Tiere nie sofort zusammen in einen Käfig gesetzt werden (Ausnahme: Jungtiere bis zu einem Alter von etwa acht Wochen). Sie werden zunächst in benachbarten Käfigen untergebracht, um eine erste Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Ein erstes Zusammenbringen der Tiere sollte beim Freilauf erfolgen, möglichst an einem Ort, den keines der Kaninchen als sein Revier beansprucht. Erst wenn die Tier sich außerhalb des Käfigs akzeptieren, dürfen sie zusammen einen Käfig bewohnen.

Sollten Sie noch Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an uns.

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Haltung