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Tierärztliche Praxis für Kleintiere

Dr. med. vet. Annerose Hönicke

Tierärztliche Praxis für Großtiere

Dr. med. vet. Eberhard Hönicke

Hyposensibilisierung / allergen-spezifische Immuntherapie

Die allergen-spezifische Immuntherapie (ASIT) ist eine Möglichkeit sogenannte Atopien zu behandeln.
Bei einer Atopie handelt es sich um eine Allergie auf Gräser, Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Futtermilben, Insekten oder Tierhaare. Hierbei bekommen die Tiere unterschiedliche allergische Reaktionen wie Juckreiz, Hautveränderungen oder Asthma ausgelöst durch die genannten Substanzen (Allergene).
Die Reaktion auf bestimmte Allergene lässt sich mit Hilfe eines Bluttests nachweisen. Anhand dieser Testergebnisse lässt sich speziell für jedes einzelne Tier eine Therapielösung herstellen. Diese Lösung wird in steigender Konzentration dem Tier unter die Haut injiziert um so eine Toleranz des Körpers auf die Allergene zu erreichen. Anfänglich erfolgt diese Injektion alle 2-7 Tage, später wird versucht die Erhaltungsdosis einmal monatlich zu geben.
Die Injektionen müssen in regelmäßigen Abständen in steigender Konzentration verabreicht werden. Anfänglich kann die Therapie mit z.B. juckreizhemmenden Medikamenten begleitet werden. Die Symptome sollten aber nicht gänzlich unterdrückt werden, um eine Verlaufskontrolle gewährleisten zu können. Aufgabe des Tierhalters ist die genaue Beobachtung seines Tieres um dem Tierarzt Rückmeldung über den Therapieerfolg geben zu können. Die Anstände zwischen den Injektionen und die Steigerung der Konzentration muss dem Therapieerfolg individuell angepasst werden.
Bei 70-80% der Fälle führt die ASIT zum Erfolg. Allerdings kann es bis zu einem Jahr dauern, bis man wirklich eine Beurteilung fällen kann.

Da Allergien nicht heilbar sind, sollte die ASIT, wenn Ihr Tier gut anspricht, ein Leben lang durchgeführt werden. Auch dann kann es Phasen geben in denen Ihr Tier zusätzliche Medikamente benötigt. Durch die ASIT sind diese Phasen aber deutlich seltener und kürzer.

Vorteile:
- Langzeiterfolg
- Verabreichung nur 1x im Monat
- Relativ kostengünstig mit relativ wenig Zeit- und Arbeitsaufwand
- praktisch keine Nebenwirkungen
- keine labortechnischen Kontrolluntersuchungen nötig

Nachteile:
- lebenslange Verabreichung nötig (wie jede andere Therapie auch)
- Verabreichung nur durch Injektion möglich
- Anfänglich teurer als Standartmedikamente, mit dem Risiko des fehlenden Erfolgs
- Injektionen müssen durch den Tierarzt erfolgen

 

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Hyposensibilisierung