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Tierärztliche Praxis für Kleintiere

Dr. med. vet. Annerose Hönicke

Tierärztliche Praxis für Großtiere

Dr. med. vet. Eberhard Hönicke

Warum sollte ich mein Tier impfen lasssen und
               Wie entsteht der Impfschutz?                                                             
                  Wann soll geimpft werden?

Die Impfung ist eine einfache und sichere Methode Ihr Tier gegen bekannte, spezifische Krankheitserreger zu schützen und ihm dadurch Leiden und Ihnen Kosten zu ersparen.

Solche Krankheitserreger sind z.B. Viren, Bakterien und evtl. auch Pilze und die durch diese verursachten Krankheiten verlaufen nicht selten tödlich (z.B. Katzenseuche). Auch können erkrankte (infizierte) Tiere unter Umständen den Menschen anstecken und dieser in tödliche Gefahr gelangen (Tollwut).

Durch einen stabilen Impfschutz tritt bei Infektion mit einem „geimpften“ Erreger entweder keine Erkrankung oder diese in sehr abgeschwächter, ungefährlicher Form auf.

Mit der Zahl aller geimpften Tiere steigt natürlich der Schutz für jedes Einzelne.

Impfschutz entsteht, indem der Körper (das Immunsystem) einen Krankheitserreger als körperfremd erkennt und gegen diesen „Fremdling“(Virus, Bakterium) spezifische Abwehrstoffe (Antikörper) bildet. Diese „Fremdlinge“ befinden sich in den Impfstoffen in abgetöteter oder abgeschwächter Form oder er beinhaltet nur Teile davon. So kann der Körper unabhängig von einer realen Ansteckung (Infektion) diese spezifischen Antikörper bilden. Im Falle einer echten  Infektion wird der Erreger sofort vernichtet.

Um einen stabilen Impfschutz zu erhalten, sollte die Grundimmunisierung (alle Impfungen innerhalb der ersten beiden Lebensjahre) eines Jungtieres besonders sorgfältig erfolgen.

Neuere Erkenntnisse aus der Praxis und der Wissenschaft  haben gezeigt, dass die noch vor Jahren üblichen Impfabstände im Rahmen der Grundimmunisierung eines Katzenwelpen zu nicht ausreichenden Impfantworten (Bildung von schützenden Antikörpern) führten. Daraus ergaben sich Empfehlungen zu Grundimmunisierung nach folgendem Schema:
 
  8. Lebenswoche   RCP (Katzenschnupfen /-seuche)
12. Lebenswoche    RCP, Tollwut bei Freigängern
16. Lebenswoche    RCP, Tollwut bei Freigängern
15. Lebensmonat    RCP, Tollwut bei Freigängern

Impfungen gegen Leukose, FIP, Clamydien und Bordetella erfordern in der Regel eine 2 -malige Verabreichung im Abstand von 3-4 Wochen.

Wann müssen die Wiederholungsimpfungen erfolgen?

Der Zeitpunkt für die Wiederholungsimpfung nach der Grundimmunisierung richtet sich nach den Empfehlungen der jeweiligen Impfstoffhersteller und eventuell nach den speziellen Bestimmungen der Reiseländer ( Tollwutimpfschutz, z.B. Dänemark, Schweden).


Bei der Katze wird die Seuche-/ Schnupfenimpfung in der Regel nach 1-2 Jahren wiederholt. Für die Tollwut gelten die gleichen Prinzipien wie für den Hund.

Die Wiederholungsimpftermine für die übrigen Erkrankungen erfahren Sie bei Ihrem Tierarzt/Ihrer Tierärztin.

In diesem Zusammenhang möchten wir Sie auf die besonderen Bestimmungen zur Reisezeit hinweisen (Kennzeichnung des Tieres, Heimtierausweis).

Was empfehlen wir?!

Bei Hunden und Katzen ist die Grundimmunisierung gegen die gängigen Krankheiten unabdingbar.
Nur so ist für bestimmte Impfungen zu verantworten, dass sie anschließend in längeren Abständen wiederholt werden.


Wir weisen Sie darauf hin, dass die zum Teil längeren Impfabstände für Sie als Tierbesitzer keine finanzielle Entlastung  bedeuten, da Einzelkomponenten jährlich geimpft werden müssen und vor jeder Impfung die Tiere gründlich untersucht werden.

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