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Leukose bei der Katze, FeLV

Die feline (felin=zur Katze gehörend) Leukosevirus-Infektion ist eine höchst gefährliche Infektionskrankheit, die zu verschiedenen, ausnahmslos tödlich endenden Krankheitsbildern führen kann.
Die Viren dringen direkt in die weißen Blutzellen (Leukozyten) ein und vermehren sich dort.
Dies führt zur Vermehrung dieser Zellen oder in den Lymphknoten, im Thymus (Bries, Brustdrüse) oder im Lymphgewebe der inneren Organe. Die Vermehrung der Leukozyten im Blut (Leukämie) ist bei der Katze sehr selten.

Welche Symptome zeigt eine erkrankte Katze?
Die häufigsten Symptome sind Blutarmut und Abwehrschwäche. Die Katzen haben blasse Schleimhäute, neigen zu Zahnfleischentzündungen, schlecht heilenden, eiternden Wunden, Durchfall und ähnlichem.
Eine Ansammlung von Leukozyten in den Nieren führt zur Niereninsuffizienz.
Eine Variante des FeLV führt zu Tumoren in der Unterhaut, vor allem im Nacken- und Schulterbereich.
Alle diese Erkrankungen/Symptome entwickeln sich schleichend über Wochen und Monate, führen aber in der Regel zum Tod.

Wie infiziert sich die Katze?
Die Katze kann sich nur durch direkten Kontakt zu einer infizierten Katze anstecken. Dies erfolgt über gemeinsame Futternäpfe, gegenseitiges Belecken oder Bißverletzungen.
Gefährdet sind also nur freilaufende Katzen, oder solche, die während Pensionsaufenthalten oder Ausstellungen direkten Kontakt zu infizierten Tieren haben.
Infizierte Tiere können lange Zeit gesund bleiben und in dieser Zeit unerkannt andere anstecken. Katzenwelpen können sich schon im Mutterleib, über die Milch oder über den Kontakt zur Mutter anstecken. Auch Katzen unbekannter Herkunft (Fundkatzen) können Viren in sich tragen.

Ist die Katze infiziert, können verschiedene Reaktionen ablaufen:

  • Die Katze erkrankt nach einigen Wochen oder Monaten an Leukose. Sie scheidet gesund und erkrankt Viren aus und kann andere Tiere infizieren.
  • Die Katze hat ein gutes Immunsystem und kann so die Infektion überwinden und nach einigen Wochen immun werden (ca. 40% aller infizierten und gesunden Katzen).
  • Die Katze hat ein gutes Immunsystem und kann die Infektion überwinden. Zunächst kann das Virus aber nicht vollständig beseitigt werden (latente  Infektion). Bevor sie immun ist, wird die Katze gestresst (Tierpension, Zukauf eines weiteren Tieren u. ä. ). Das Virus kann wieder aktiv werden, und die Katze erkrankt an Leukose.

Woher weiß ich, ob meine Katze infiziert oder an Leukose erkrankt ist?
Wenn Ihre Katze sich an FeLV angesteckt hat, so kann dieses Virus im Blut nachgewiesen werden. Dieser Bluttest sollte in jedem Fall gemacht werden, wenn Krankheitssymptome für eine Leukose sprechen.
Die Testergebnisse sind folgendermaßen zu beurteilen:

  • Das Testergebnis ist positiv, Ihre Katze ist infiziert und kann an Leukose erkranken. Das Ergebnis sollte nach einigen Wochen wiederholt werden, um zu sehen, ob die Katze das Virus eliminieren konnte und immun ist.
  • Das Testergebnis ist negativ, Ihre Katze ist vermutlich nicht infiziert, sie kann aber noch eine latente Infektion haben (siehe oben Punkt 3.).
    Um ganz sicher zu sein sollte das Testergebnis in 2-3 Monaten wiederholt werden.
    Solche latenten Infektionen können auch im Speziallabor nachgewiesen werden.
  • Wie kann ich meine Katze schützen?
    Gegen die Leukose gibt es Impfungen. Wenn Ihre Katze ein Freigänger ist, also möglicherweise Kontakt zu infizierten Katzen hat, sollte dies erwogen werden. Die Impfung kann jedoch nur bei Katzen wirken, die noch nicht infiziert sind.
    Ist der Bluttest negativ, kann die Katze geimpft werden und ist somit geschützt gegen diese gefährliche Erkrankung.
    Die Grundimpfung muss zweimal im Abstand von 3 - 4 Wochen erfolgen, dann reicht eine jährliche Wiederholungsimpfung.
  • Was kann der Tierarzt tun, wenn die Katze bereits erkrankt ist?
    Wenn Ihre Katze an Leukose erkrankt ist, können die Symptome behandelt werden, um dem Tier ein Leben mit der Krankheit für eine gewisse Zeit zu erleichtern.
    Ein neues antivirales Mittel (Interferon –Omega) kann zudem die Virusvermehrung hemmen und die körpereigene Abwehr stärken.
    Dauernd infizierte Katzen sterben ca. 3 Jahre nach Beginn der Infektion, können bei sehr guter Haltung aber auch wesentlich länger überleben.


    Sollten Sie noch Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an uns.

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